Umwelttrend Refill Die Nachfüllstation für Zuhause

Die Deutschen verbrauchen rund 2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher im Jahr. Um diesen Abfallmassen entgegenzuwirken, befüllen viele Cafés mitgebrachte Mehrwegbecher. Auch Trockenfrüchte oder Nüsse bieten manche Supermärkte zum Selbstabfüllen an. Das spart Einwegverpackungen und schont die Umwelt. Auch Wasch- und Reinigungsmittel lassen sich umweltfreundlich nachfüllen – sogar in den eigenen vier Wänden.

An der Käsetheke wandert der Gouda direkt in die eigene Box, Nüsse rieseln aus der Abfüllstation in ein ehemaliges Marmeladenglas. In Deutschland gibt es immer mehr Möglichkeiten, unverpackt einzukaufen. Wer seine eigenen Gefäße mit in den Supermarkt bringt, will Plastik und Papier sparen und so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Vor allem beim Coffee-to-go hat „Refill“ einen Effekt:

Im Jahr schmeißen die Deutschen 2,8 Milliarden Mitnehmbecher weg. Die Kunststoff- oder Pappbecher sind durchschnittlich 15 Minuten in Gebrauch, bevor sie zu Abfall werden und im schlimmsten Fall in der Umwelt landen. Doch auch wer seinen Becher vorschriftsmäßig im öffentlichen Mülleimer entsorgt, tut der Umwelt keinen Gefallen. Anders als die Wertstoffe aus dem Gelben Sack oder der Altpapiertonne, wird Restmüll verbrannt statt recycelt. Das setzt große Mengen CO2 frei und produziert Schlacke, die so giftig ist, dass sie unterirdisch gelagert werden muss.

Kurz gesagt:
Der Einwegbecher ist eine Umweltsünde. Deswegen sind vielerorts bereits Mehrwegsysteme etabliert, um diese Masse an Papp- und Plastikabfall einzudämmen. Die Deutsche Umwelthilfe schätzt, dass deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 34 Becher pro Kopf sparen, wenn sie auf Mehrweg umstellen. Insgesamt würde das jährlich 40.000 Tonnen Abfall vermeiden.

Die Nachfüllstation zum Mitnehmen

Aus Sicht der Umwelt liegen die Vorteile von Nachfülllösungen klar auf der Hand. Das sehen auch Verbraucherinnen und Verbraucher so: Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2018 begrüßen 71 Prozent das Konzept des Unverpackt-Ladens.

Allerdings gaben nur acht Prozent an, schon einmal in einem solchen Geschäft eingekauft zu haben. Verpackungsparendes Einkaufen ist bisher also eher etwas für eine kleine Zahl hoch motivierter Umweltschützer.

Um das zu ändern, hat unser Gründungsunternehmen Werner & Mertz in jahrelanger Entwicklungsarbeit die Idee der Nachfüllstation an die Bedürfnisse der Durchschnittsverbraucher angepasst. Zusammen mit dem Verpackungshersteller Mondi hat der Mainzer Öko-Pionier im November 2019 für die Marke Frosch einen einzigartigen Nachfüllbeutel auf den Markt gebracht, der zu hundert Prozent aus recyclingfähigem Polyethylen (PE) besteht.

Als Nachfüllstation für Zuhause setzt der Nachfüllbeutel auf zwei effiziente Methoden der Verpackungsvermeidung:

1. extreme Materialersparnis
2. komplette Wiederverwertbarkeit


Verpackungsmüll: keiner!

Gegenüber herkömmlichen Flaschen oder festen Verpackungen für Wasch- und Reinigungsmittel entfallen rund 70 Prozent des Kunststoffes. Gleichzeitig sorgt das recyclingfreundliche Design dafür, dass das komplette Material quasi ohne Qualitätsverlust zu hochwertigen Neuprodukten recycelt wird.

Das bedeutet: Wird der Beutel korrekt im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne entsorgt, wird aus dem alten wieder ein neuer Beutel. Neues Plastik wird dabei nicht hergestellt. Effektiv entsteht dabei ebenso viel Plastikmüll wie bei der Abfüllstation im Unverpackt-Laden: gar keiner.
Mit dem Nachfüllbeutel senken Verbraucherinnen und Verbraucher also ihren tatsächlichen Plastikverbrauch und sorgen gleichzeitig dafür, dass nachhaltiges Plastik in Umlauf kommt.

Fazit: Verpackung ist nicht gleich Verpackung

Wir halten fest: Es gibt Produkte, deren Verpackungen unnötig und echte Umweltsünden sind. Der Coffee-to-go-Becher ist ein Beispiel. Allerdings gibt es auch Produkte, deren Verpackungen recyclingfähig gestaltet sind. Sie kommen über den Gelben Sack in die Recyclinganlage und werden so Ausgangsmaterial für neue Plastikverpackungen. Im besten Fall kann das Plastik immer wieder im Kreislauf geführt werden. Das macht die Produktion von neuem Plastik überflüssig. Ein Beispiel dafür sind die Nachfüllbeutel der Marke Frosch, die eine echte Alternative zu unverpackten Produkten bieten.

Was können wir gemeinsam tun?

Auf Recyclingfähigkeit achten:
Der geschlossene Wertstoffkreislauf basiert auf der Grundidee einer langen Nutzungsdauer von Werkstoffen: Verpackungsmaterial – ob Glas, Stoff oder Plastik – wird möglichst lange im Kreislauf geführt, ohne in der Verbrennungsanlage oder der Umwelt zu landen. Deshalb sollten Verbraucherinnen und Verbraucher nur zu recycelten und recycelbaren Verpackungen greifen.

Auf Mülltrennung achten:
Eine Verpackung kann nur recycelt werden, wenn sie von uns vorsortiert wurde. Der Inhalt des Restmülls wird fast komplett verbrannt. Daher sollte man alle Kunststoffverpackungen, die recyclingfähig sind, im Gelben Sack oder der Gelben Tonne entsorgen.